Sting

by The Edge of Reason

The Edge of Reason stecken in ihrem zweiten Album mit dem Titel „Sting“, den Horizont des Post-Hardcores um ein großes Stückchen weiter ab. Die Platte kommt in einer Metalcore-Attitude daher und erinnert den geneigten Hörer in manchen Hooks und Breakdowns vielleicht an Bands wie Asking Alexandria oder Bring me the Horizon. Die Band schafft es ein sehr erwachsenes Songwirting und den kantigen Hardcore zu einem doch recht poppigen Paket mit vielen elektronischen Einflüssen zusammenzuschnüren was ganz offensichtlich in den Online-Charts seinen Anklang fand. So schafften es die beiden Singleauskopplungen „The River“ und „Come True“ in die Itunes-Rockcharts auf die Plätze #37 und #40. „Come True“ ist gleich der zweite Song auf der „STING“ und walzt mit breiten Gitarren und einem Doublekick-Pattern im Intro alles um. Im Verse wird der Hörer von cleanen Vocals umgarnt, welche spährisch untermalt werden von Gitarren und Synth-Pads. Für mich kommt hier auch harmonisch ein bisschen Static-X Einfluss hervor. Mit Powermetal geht’s dann in die Hook, die weiterhin von breiten Gitarren und offenen Drums getragen wird. Dazu die schon beschriebenen cleanen Vocals, die den Vibe des Verses perfekt zum Höhepunkt abrunden. Ziemlich stark geht’s dann auf der Platte weiter mit rougheren Nummern wie „Through my eyes“ aber auch extrem poppigen Hymnen wie „Bunny Plek“, eine von Synths getragene „Ballade“ die sich für epische Streicher auch nicht zu schade war – zum Glück. Die Band The Edge of Reason sollte auf jeden Fall all denen geläufig sein, denen Post-Hardcore mit Metalcore Einflüssen wie aus dem Lehrbuch in letzter Zeit doch sehr gefehlt hat. Sehr empfehlenswert!